Wieder Herbst - schon ein paar Jahre her - die Ferien stehen vor der Tür.
Gemeinsam mit den Kindern träumen wir einmal mehr vom Süden.
Wäre es nicht toll, den Sommer noch ein wenig zu verlängern?
Wir wissen doch alle, dass es nicht immer einen "Goldenen Herbst" in unseren Breitengraden gibt.
Na gut, dann schauen wir mal... Ein Urlaubsziel muss her.
Möglichst eines, das wir noch nicht kennen.
Vielleicht eine neue Entdeckungsreise und ein neues Abenteuer!
Suchen und finden war immer schon mein Hobby.
Mein Mann sagt, es ist ein Überbleibsel aus der Zeit der Jäger und Sammler.
Ich: definitiv Sammler. Egal, ob es Pilze im Wald, Steine oder skurrile Äste sind
sie wollen gefunden werden ...und ich finde sie.
Jetzt schweben mir schon wieder tolle Muscheln vor.
Ein schönes "Nebenprodukt" von so einem Urlaub am Wasser.
Und es wird ans Meer gehen.
Das steht fest.
Schon damals "scharrten" meine Badeschuhe mit der Sohle,
wenn nur der Gedanke an Urlaub oder Ferien aufkam.
(Fast sind sie von alleine in den Koffer gehüpft.)
Jetzt suche ich erst einmal ein geeignetes Objekt für unsere Reise.
Relativ schnell werde ich fündig.
Ein Reiseanbieter offeriert eine Woche in einer Ferienanlage im Süden Frankreichs.
Dagegen - eigentlich ganz schön weit, denken wir - und Ferienanlage?
Dafür ... aber wir wollen doch die Welt entdecken - das wäre ein ganz neues Ziel!
Die 1.300 km Entfernung blenden wie einfach einmal aus.
... und so braucht es nicht so viel Überzeugungsarbeit.
(Ganz innen drin sind wir doch längst bereit.)
Die Kinder hat die Aussicht auf den beheizten Pool ganz fix überzeugt.
Es könnte doch sein, dass es im Meer doch schon zu kalt ist
und wir haben ja keine Erfahrung in diesen Breitengraden und wie es da im Herbst ist.
Und... diese eine Ferienwoche - für ein ganzes Appartement - soll keine 200 € kosten?!
WOW! Unglaublich oder? Da sind wir doch erst recht dabei - dann geht die Rechnung auf.
Denn der Sprit für das Auto muss auch einkalkuliert sein.
Noch unglaublicher ist, was daraus entstanden ist - eine tiefe Zuneigung zu diesem Land.
Es war, ist und bleibt ein Abenteuer.
Unser Abenteuer - von dem wir nie genug bekommen können.
In jenem Herbst, hat es uns endgültig gepackt - das blau-weiß-rote Fieber.
Besonders unser Ziel: Okzitanien - die Camargue ist tief im Herzen drin.
(weinrot mit dem okzitanischen Kreuz).
Also dann, Fahrstrecke ausgesucht (macht mein Mann)
Ausweis und Pass checken -
Koffer packen.
Freitag nachmittags nur noch ins Auto steigen und los geht es.
Übernachtung in Mulhous im Elsass. Flammkuchen essen.
Schlafen und dem Ziel entgegen.
Es war das Foto der Mole mit Leuchtturm von Le Grau du Roi, dass uns umgehauen hat.
Das Umland besteht aus riesigen Wiesen und Wassergebieten. Hierbei handelt es sich
um Marschland. Es ist salzig, gutes Weideland, auf dem die berühmten Stiere und Pferde frei grasen.
Im Sommer trocknen manche der Wassergebiete völlig aus.
Hier aber leben sie - die rosa Flamingos.
Jetzt stellt Euch vor, Ihr seht dann das erste Mal die Flamingos im Wasser stehen.
Es ist nicht einer oder zwei, es sind in manchen Gebieten ganze Familien!
(mich hat dieser Anblick zu Tränen gerührt und tut es immer noch -
jedes Mal, wenn wir dahin kommen).
Wild und frei - ein absolutes Highlight für uns.
(Vielleicht gibt es Leute, die dann sagen: "da kann ich auch in den Zoo gehen, wenn ich das sehen will".
Gute Entscheidung. Solche Leute sind in dieser Oase sowieso völlig fehl am Platz.)
Es ist nicht wirklich klein, aber gemütlich.
- Mit 8500 Einwohner und einer
- Fläche von fast 58 km² liegt der Ort
- ca. 30 Kilometer von Montpellier
- und dem Flughafen Mediterranée entfernt.
(Quelle: Wikipedia)
Eine schöne Kleinstadt mit Einkaufsstraßen und
Restaurants erwartet uns - direkt am Meer.
Es macht richtig Spaß, hier zu sein.
Bemerkenswert ist, dass alle Ortschaften auch per Boot
zu erreichen sind - verbunden durch Kanäle, die durch
das Marschland gebaut wurden.
Der Name Le Grau du Roi
auf okzitanisch= Passage = Gebiet, Abschnitt, Kanal, Verbindungsgang
also übersetzt etwa - die "Kanalmündung des Königs".
König Heinrich der IV. ließ im 16. Jahrhundert das seichte Küstengewässer
befestigen und somit war es seine Kanal, sein Zugang zum Meer.
(Quelle: Dumont-Reiseführer von Klaus Simon)
Wenn Ihr den Artikel zum Nachbarort Aigues-Mortes lest, erfahrt Ihr mehr. (in Arbeit)
Die Geschichte des Ortes
Le Grau du Roi
- Le Grau du Roi ist die südlichste
Gemeinde des Departements Gard
- Gegründet am Ende des
19. Jahrhunderts von italienischen
Einwanderern
- an der Mündung des Flusses Vidourle
- und ganz wichtig, die einzige Ortschaft
dieses Departements mit einem
Zugang zum Meer.
- Die Menschen konzentrierten sich vornehmlich auf die Fischerei.
(Morgens sind wir früh aufgestanden und haben zugschaut, wie die Fischer mit ihren Booten
vom Meer zurückkehrten, wie sie wieder in den Hafen eingefahren sind.
Dort wurde gleich der frische Fisch und Calmaris (Tintenfische) und Muscheln verkauft.
Ein Erlebnis - so viele verschiedene Fische zu sehen.)
- etwa 1920 begann der Tourismus und wird bis heute immer bedeutsamer.
- das hat jedoch dem Leben und der Einzigartigkeit des Ortes keinen Abbruch getan.
- selbst vom Film wurde der Ort entdeckt
- Der erst Teil von "Ernest Hemingway - The garden of eden" wurde hier und in der
Nachbargemeinde Aigues-Mortes gedreht.
Eigentlich besteht der Ort aus 4 Teilen
unmittelbar hinter dem Ort befinden sich die Salzwiesen - Etangs genannt
und die Salzsaline. (Artikel)
Diese, der Kanal von 6 Kilometern und eine Straße verbinden die Gemeinde mit dem
Nachbarort Aigues-Mortes.
- bereits 1885 wurde ein Kinderhilfswerk gegründet,
um Kindern aus armen Familien den
Zugang zu Meeresbädern zu erleichtern. 1869 wurde dies als gemeinnützig anerkannt.
- 1909 Bau der Eisenbahnstrecke von Nimes nach Aigues-Mortes und dann
die Anbindung von Le Grau du Roi
- Das sorgte dafür, dass der Wochenend-Tourismus auch auflebte und mehr Erzeugnisse
und Produkte aus dem Meer und der Region auf den nationalen Märkten verkauft werden konnten.
- Seit 1924 wurde Le Grau du Roi endgültig vom Präsidenten per Erlass zum Kurort erklärt.
- vom 1. Weltkrieg relativ verschont
- vom 2. Weltkrieg schwer getroffen
(die Küste war vorderste Front und voller Minenfelder und Panzerfallen.
Die Bevölkerung floh - das Holz der Häuser wurde zur Absperrung des Kanals verwendet.)
- August 1944 - Befreiung und Beginn des Wiederaufbaus.
- Der Architekt Jean Balladur plante die Struktur.
Dabei kombinierte er gekonnt die Lebensweise der Einheimischen mit dem Tourismus und vor allem
wurde unter Beachtung des Umweltschutzes gebaut.
- So plante er auch den Port-Camargue in dieses Konzept ein.
(Quellen Wikipedia und hisour.com)
Der Hafen ist nicht nur der erste Yachthafen Europas,
sondern mittlerweile auch der größte. Er hat 4600 Liegeplätze.
Durch seine Entstehung wurde nochmal ein großer Schritt nach vorn getan.
Neue Siedlungen mit Häusern für Wohnungen und Geschäfte entstanden.
Der Hafen zog die Bootsbesitzer und ebenso Touristen an.
Restaurants und Hotels wurden gebaut.
Durch die Eröffnung der Läden blühte der Handel auf.
Für weitere Informationen gibt es den Artikel Port-Cmargue. (in Arbeit)
(Quellen: Wikipedia)
Photo by: Viola Einert-Krug
Photo by: Viola Einert-Krug
Geprägt durch das Meer, dreht sich alles auch darum.
Durch die Verbindung des Kanals zum Meer,
könnt Ihr morgens und abends die Schiffe der Fischer beobachten.
Verfolgt von einer Schaar kreischender Möwen.
Der kleine Fischereihafen wurde so schön ins Stadtbild integriert.
Hier verkaufen die Fischer auch gleich ihre Waren.
Eine schwenkbare Brücke sorgt dafür, dass das Leben kurz still steht.
Wenn die Schiffe passiert haben, geht es weiter.
Solange schauen alle dem Spektakel zu.
Die Einheimischen halten derweil ein Schwätzchen.
Was sie sowieso gern tun. In den Vor-Corona-Zeiten gab es dann außer dem
"großen Salut" auch noch die berühmten 3 Küsschen - links-rechts-links. (Bises)
Zwischen Brücke und Meer, direkt am Kanal, befinden sich nicht nur Restaurants, sondern auch
Geschäfte und Boutiquen. Eine Einkaufsmeile mit besonderem Flair.
Die Besitzer warten auf Ihre Kundschaft, die Geschäft haben abends gern länger geöffnet, um für die Kunden da zu sein. Es ist so eine Freude, hier entlang zu schlendern und die vielen tollen Dinge zu bestaunen.
Mich überzeugen sie mit vielen einheimischen Produkten.
Wie Seife aus Marseille, Backwaren - Läden voller Kekse, Töpferwaren und Lederwaren.
Natürlich gibt es auch den üblichen Touristenmagneten wie Tassen mit Fotos oder Postkarten, Leuchttürme und Schlüsselanhänger - ja, ich gebe zu, habe ich auch.)
Die Restaurants befinden sich hier am Wasser, direkt am Kanal.
Lasst Euch gern hier nieder, trinkt ein Glas Wein, schaut aufs Wasser oder einen Café Creme - vielleicht heute mal mit einem oder zwei Crêpes.
Es ist so traumhaft, hier zu Essen.
Vor allem am Abend, dann kann man noch den spektakulären Sonnenuntergang genießen.
Sie laden Euch ein, zu wunderbaren Fischgerichten, zu Muscheln in verschiedenen Soßen gegart,
mit einem Glas Weißwein oder Rosé genossen einfach unschlagbar.
Aber auch Fleisch gibt es. Gulasch einheimisch, vom Stier oder Steak des berühmten Taureau.
Meist werden Menüs angeboten.
Entweder 3 Gänge mit einer Auswahl an Gerichten, die man selbst kombinieren kann.
Oder eben nur Vorspeise und Hauptgang oder Hauptgang und Dessert.
Für mich war die letzte Variante die Beste. Denn Desserts können sie so gut,
oder man nimmt eine Käseplatte. Vor allem sollte viel Zeit eingeplant werden.
Das Abendessen ist Kultur - so wie Essen überhaupt. Es wird sich unterhalten und jedes Gericht wird zelebriert. Der Wein ist süffig und steigt nicht zu Kopfe.
Der berühmte Pastis - Anisschnaps gehört ebenfalls dazu.
Als Aperitif oder nach dem Essen zur Verdauung.
Auf Eis oder pur - Vorsicht - meist hat er 45-50 Volumen-% Alkohol.
Der Vorteil ist klar, man genießt und geht nicht wirklich übersättigt aus dem Lokal.
(Auch wenn ein 3 Gänge Menü meist viel zu üppig ist.)
Maximum 22-25 € für das 3 Gänge-Menü - aber wir haben auch schon 12-15 € gesehen.
Immer gibt es für Kinder ein Extra Menü - eine feine Sache.
Photo by: Viola Einert-Krug
Photo by: Viola Einert-Krug
Photo by Viola Einert-Krug
Photo by: Viola Einert-Krug
Photo by:Viola Einert-Krug
Photo by: Viola Einert-Krug
Photo by: Viola Einert-Krug
Genau gegenüber, auf der anderen Seite des Kanals, steht er.
In all seiner Schönheit, das wohl bekannteste Wahrzeichen der Stadt,
der alte Leuchtturm und dazu die schönen alte Häuser.
Hier in einem mondänen Gebäude, befindet sich auch die Tourist-Information.
Office de Tourisme: 04 66 51 67 70 www.letsgrau.com www.portcamargue.com
... und ein großer Parkplatz.
Günstig gelegen für Besucher, die aus Richtung La Grande Motte kommen.
Durch einen schönen Spaziergang an der dortigen Seite des Kanals entlang,
vorbei an schönen kleinen Restaurants,
kommt man über die Drehbrücke zur Innenstadt.
Die kleinen Segel und Freizeitboote, aber auch die privaten Fischer
haben ihre Liegeplätze gleich vorn am Kanal.
Hier können Sie auch morgens ihre Waren verkaufen.
Anders ist es mit der Industriefischerei.
Auf der Seite des Leuchtturmes befindet sich auch der Fischerei-Hafen.
Hierher kommen die großen Schiffe nach erfolgreicher Fahrt vom Meer zurück.
Manchmal von riesigen, lärmenden Schwärmen von Möwen begleitet.
Dann weiß man, der Fischfang war erfolgreich.
Man sieht die Vögel schon, wenn sie noch weit draußen auf dem Meer sind.
Auch sie haben gelernt, dass die Fischer Ihren Fang an Ort und Stelle,
auf dem Schiff, verarbeiten....und an sie die nicht verwertbaren Teile gefüttert werden.
Im Hafen angekommen, werden die Kühlkisten auf die LKW´s
zum Weitertransport geladen oder sie kommen in die Eishalle.
Gleich neben der Halle gibt es eine tolle Poissonnerie (Fischgeschäft)
- Fisch und Meeresfrüchte in Hülle und Fülle.
Der Fischereihafen von Le Grau du Roi ist der zweitwichtigste am französischen
Mittelmeer, gleich nach dem Hafen von Séte - der noch ein Stück weiter in Richtung Spanien liegt.
Hier auf diesem Gelände befindet sich auch die Werft zur Instandsetzung dieser Schiffe.
Der Kanal endet hier nicht. Er geht weiter in Richtung Aigues-Mortes.
Folgen wir dieser idyllischen Einkaufsstraße, endet sie an einem kleinen Platz.
Hier geht es die Mole entlang zur Einfahrt ins Meer.
Hier liegen auch die großen Katamarane "Providence", und "Picardie".
Sie laden ihre Gäste mit verschiedenen Programmen ein.
Viele tolle Ausflugsziele und Freizeitaktivitäten findet Ihr auch über
France-voyage.com
Auf diesem Platz steht das
Denkmal "Hoffnung".
Die Mutter und Ihre Tochter schauen sehnsüchtig auf das Meer hinaus.
Sie warten auf die Rückkehr des Schiffes, mit dem der Mann und Vater
auf die See gefahren ist.
Direkt vor dem Denkmal der "Hoffnung" beginnt die Strandpromenade.
Auch hier finden wir zahlreiche Restaurants und Hotels.
WIR schlendern aber die Promenade entlang.
Erreichen ein schönes "altes" Karussell. Gut besucht von den Kindern.
Die Eltern können derweil im Café Platz nehmen.
Begrenzt wird der Platz hinter dem Karussell vom Rathaus.
Es ist ein neuerer, modernes Gebäude.
Vor der Mairie ist ein Springbrunnen installiert ist.
Doch Vorsicht, die Fontänen kommen direkt aus dem Boden.
Toll im Sommer zum Plantschen für die Kinder.
Aber auch der Strand ist toll hier. Flach und breit und es gibt schöne Spielmöglichkeiten.
In diesem Viertel befindet sich noch eine weitere große Einkaufs- und Restaurantmeile.
Hier kann man wirklich überall tolle Sachen finden.
Auch Essen to go - auf die Hand. ...meist aber süß.
Zum Beispiel Eis in 25-30 Sorten oder
in Anlehnung an die Nähe zu Spanien
auch die hier total beliebten Churro´s.
Wer es nicht kennt: ein Gebäck aus frittiertem Teig
- eher ein Würstchen, getunkt in Zucker oder mit Schokocreme.
Davon sind so 10 in der Tüte. ...muss man probieren.
Photoby: Viola Einert-Krug
Photo by: Viola Einert-Krug
Photo by: Viola Einert-Krug
Photo by: Viola Einert-Krug
Photo by: Viola Einert-Krug
Hier in Viertel, findet auch der Wochenmarkt statt.
Eigentlich ist es kein Wochenmarkt.
Die umliegenden Gemeinden haben hier eine gute Lösung gefunden.
Jeden Tag ist der Markt in einer anderen Gemeinde zu finden.
2-3 mal je Woche ist jeder Ort dran. Diese sind ja nicht wirklich weit von einander entfernt.
Markttag in Le Grau du Roi: Dienstag (mardi), Donnerstag (jeudi) und Samstag (samedi)
Das "Problem" für uns ist, das man regerecht verführt wird, zu kaufen.
Dann haben wir meist zu viel.
Die Bauern kommen und bringen Ihre Produkte vom Hof mit.
Alles so frisch und toll anzuschauen. Es riecht nach Gewürzen, Olivenpaste und toller Wurst, Schinken und Käse. Obst und Gemüse sind in so vielfältiger Auswahl, dass es schwer fällt,
zu widerstehen. Wein, Brot und Kuchen, Reis und Salz - alles aus der Region.
Meist biologisch und nicht kommerziell hergestellt.
Außer diesen Lebensmitteln werden auch Lederwaren, Korkprodukte, Kleidung, Schuhe, Hüte und Schals (ohne die ein Franzose hier einfach nicht auf die Straße geht)
angeboten.
Es ist ein Schauen und Schnuppern, Kosten und Ausprobieren, Anprobieren und Kaufen.
Das ist quirlig - das ist Leben.
Geht da hin! Wir besuchen mindestens 3 Mal die Woche so einen Markt.
Das Gewimmel und HALLO der Leute dort ist schon den Besuch WERT.
Photo by: Viola Einert-Krug
So wie die Flamingo hierher gehören, tun es die Pferde der Camargue
und die schwarzen Stiere.
Sie nehmen im Leben der Menschen hier einen Sonderstatus ein.
Die Ortschaften sind von riesigen Manaden umgeben. Ländereien,
auf denen diese Tiere gezüchtet werden.
Auch hier können wir die spanischen Einfluss spüren.
Die Tiere leben in völliger Freiheit und haben ein wunderbares Leben.
Es gibt unter ihnen die besonders schönen und starken.
Sie haben nicht nur dieses Privileg, sondern dürfen auch noch die Ehre der Familie vertreten.
Sie werden nochmal besonders verwöhnt, gestriegelt und gepflegt.
Daher die Arena - aber keine Angst, der "Kampf" ist völlig unblutig!
Alles andere würden wir niemals gut heißen!
In der Arena treten die besten Toreros der Manade mit ihren Stieren auf.
Sie müssen ihren Mut beweisen.
An den Hörnern der Stiere sind dazu kleine Kappen mit farbigen Kordeln,
in den Farben der Familie angebracht.
Diese muss der Torero dem Stier von den Hörnern abnehmen.
Ihr glaubt nicht, wie wendig und stark diese Tiere sind.
In Gefahr, begibt sich nur der Torero.
Das sind meist die jungen, wagehalsigen Männer der Familie.
Aber sie sind mit den Tieren aufgewachsen. Sie kennen sich gut.
Natürlich sind die Tiere an Menschen gewöhnt und oft hat man den Eindruck,
dass sie sich über das "Theater" und den Torero "amüsieren".
Sie laufen zur Show im Kreis, lassen sich bewundern oder sie langweilen sich.
Ein Schauspiel, dass man sich nicht entgehen lassen sollte.
In Anlehnung an den Tierschutz möchte ich noch sagen, dass diese Tiere
nie im Stall leben müssen und sich nur von den Salzwiesen, natürlich ernähren!
Gleich hinter der Arena ist auch ein großer Parkplatz. Zugänglich für alle.
Auf diesem großen Platz geparkt, sehen wir den schönen Bahnhof.
Ein gepflegtes weißes Gebäude, davor eine Skulptur aus weißen Camargue-Pferden.
Von hier aus ist die Innenstadt in ca. 5 Minuten zu erreichen.
Die Stiere weisen auf die Arena hin.
Photo by: Viola Einert-Krug
Die schwaren Stiere sehen schon gefährlich aus. Keine Panik-diese hier sind es nicht. Photo by: Viola Einert-Krug
Der schöne Bahnhof von Le Grau du Roi
mit Pferdeskulptur davor.
Photo by: Viola Einert-Krug
Photo by Viola Einert-Krug
Der Ort ist nicht groß und so kommen wir an den, den Platz mit Le grau du Roi´s Wappen und dem Ehrenmal für die Soldaten des 1. und 2. Weltkrieges.
In jedem Ort findet man mindestens
ein solches Ehrenmal.
Diese Stätten sind immer sehr respektvoll behandelt und gepflegt.
Gleich dort ist ein großer Kindergarten und der Platz zum Boule-Spielen.
Dem Nationalsport. Auch diese Plätze gibt es in jedem Ort.
Famos ist, dass sich hier viele Pensionäre treffen - wenn sie nicht beim
Einkaufen oder im Café ihr Leben genießen.
Sie sind sportlich unterwegs und haben damit ihren festen Platz in Gesellschaft.
Niemand ist allein und sich selbst überlassen.
Der Körper und der Geist bleiben fit und sie haben ein erfülltes Leben.
Jetzt ist es nicht mehr weit zum Schwimmhalle, ja, auch so etwas gibt es hier.
Diese an Wasser gewöhnten und Wasser liebenden Menschen möchten
wohl auch im Winter nicht darauf verzichten.
Eine große Liebe haben die Einheimischen natürlich auch zu Angeln und Bootfahren.
Beinahe jede Familien hat hier ein Boot oder Schiff.
Geangelt werden darf auch fast überall offiziell, ohne Schein.
Außer im Hafen, steht zumindest so geschrieben.
In diese Richtung sollte man auch gehen, wenn man sich das tolle Seaquarium anschauen möchte.
Natürlich gut besucht - vor allem bei nicht so tollem Wetter.
Aber der Besuch lohnt sich auf jeden Fall!
Bereits vor dem Aquarium befinden sich tolle Figuren au Holz in Form von Seetieren.
...und innen ist es so toll. Nicht nur die Tiere, auch zum Spielen wurde immer wieder
ein schönes Highlight eingebaut. Umzingelt von Haien und Riesenrochen, Seepferdchen
und tollen Fischen - hinter Glas natürlich. Es gibt auch eine tolle Robbenshow.
...und wieder ist uns aufgefallen, dass auch hier der Umweltschutz stark Aufmerksamkeit findet.
So werden die Kinder für dieses Thema sensibilisiert und die Folgen der Verschmutzung des Meeres
drastisch angezeigt. Mehrmals zu finden in verschiedener Ausführung in der Ausstellung.
Diese Darstellungen berühren sehr und regen zum Nachdenken und hoffentlich Handeln an!
Insgesamt großartig.
Eintrittspreise:
Erwachsener: 15,00 €
Kinder 5-15 J: 11,00 €
Familien 2x2: 47,00 €
Schüler und
Studenten: 13,50 €
(Quelle Frankreich-sued.com)
Bitte schaut Euch Eure Einkaufs-Bons gut an, wenn Ihr einmal in den Geschäften oder Supermarkt
zum Einkaufen gewesen seid.
Es gibt verschiedene Kampagnen.
Soll heißen, dass es bis zu 50% Ermäßigung für die Eintrittskarten gibt bei Vorlage des Bons.
Ist doch toll oder?
Den Port Camargue - den Yacht- und Freizeithafen,
erreichen wir, wenn wir der Strandpromenade
nach dem Seaquarium weiter folgen.
Dann kommen wir genau zur Capitanerie und können hier einen
Spaziergang starten. Es ist so schön, die Schiffe anzuschauen,
die hier liegen . Manche bis zu 30 Meter lang!
Hier kommt man ins Träumen wie es wohl wäre, mit so einem Schiff auf See zu fahren?
Natürlich geht es auch einige Nummern kleiner.
Viele gepflegte Wohnanlagen passieren wir auf unserem Spaziergang,
auf den Bänken kann man sich ausruhen und weiterträumen.
Oder Ihr geht in eines der Restaurants, die es natürlich auch hier gibt.
Eingebaut in den Hafen gibt es besondere Wohnanlagen.
In diesen Marinas ist Wohnhaus und Liegeplatz kombiniert.
WOW!
Schon die Kleinen lernen hier den Umgang mit Ihrem Meer.
So gehört der Segelunterricht direkt zum Lehrplan in den Schulen.
So hat natürlich kein Kind angst vor dem Wasser und lernt den Respekt vor dem Meer.
Die Stände um Le Grau du Roi sind insgesamt schön.
Der tollste Strand jedoch, ist Plage de l´ Espiguette.
Er schließt sich gleich an den Yachthafen an und erstreckt sich bis nach
Saintes-Maries-de-la-Mer.
Seit 2014 ausgezeichnet mit dem Gütesiegel Grand Site de France.
10 Kilometer Sand ohne jede Bebauung - einfach Natur!
Naturschutzgebiet des Conservatoire du Littoral.
(Quelle France-Voyages.com)
Wenn Ihr mit dem Auto in Richtung dieses Strandes fahrt, kommt Ihr
an den großen Parkplätzen (6€ am Tag).
Von dort geht es nur noch zu Fuß weiter.
Bei diesem riesigen Areal findet jeder einen schönen Platz.
Die Wellen sind hier höher, da sie vom offenen Meer kommen.
Trotzdem ist es flach und gut für Kinder geeignet.
Der traumhafteste Strand ever mit dieser tollen Dünenlandschaft!
Photo by: Viola Einert-Krug
Photo by: Viola Einert-Krug
Zwischen Le Grau du Roi und Aigues-Mortes finden wir das größte Weingut Europas.
Seit 1883 wird hier Wein angebaut
Die Weinstöcke sind in Sand angebaut. So entsteht der
Sandwein - Vin de Sables.
Boutique geöffnet
10:00 - 18:00 Uhr von April bis September - täglich
Besichtigung Weingut mit kleinem Zug - Besichtigung Weinkeller und Verkostung
Abfahrt 10:30 und 15:30 Uhr
Besichtigung des Anwesens und der Manade, die zur Domaine gehört mit kleinem Zug
Die Stiere und das Treiben der Hirten anschauen und Verkostung.
Boutique geöffnet:
10:00 - 17.00 Uhr von Oktober bis März - Freitag und Samstag
In Richtung Aigues-Mortes, finden wir noch ein weiteres Highlight.
Die Saline - Heimat der Fleur de Sel - Les Salins du Midi.
Ein Besuch hier ist MUSS.
Man kann
- mit einer kleinen Bahn eine Rundfahrt durch die Salzgärten machen,
- erhält viele Informationen zur "Herstellung"
- kann sich den Abbau vor Ort anschauen
- die Bagger mit den großen Schaufeln bestaunen
- man kann einen Salzberg erklimmen
- das königliche Museum besuchen
- der Eintritt ist im Preis inbegriffen
- erfährt, wie die Salzblumen entstehen
- kann das unglaublich rosa-lila glitzernde Wasser der Salzseen bewundern.
Vor der Saline gibt es einen ausreichend großen Parkplatz.
Auf diesem findest Du das Gebäude zum Kauf der Tickets
für die Rundfahrt und kannst auch gleich die Produkte einkaufen.
Ein so wunderbarer Anblick - das rosa bis violette Wassers...
und die Weite des umliegenden Gebietes -
lasst es auf Euch wirken!
Fahrt Kleiner Zug:
Erwachsener: 11,00 €
Kinder 5-11 J: 8,50 €
Familien 2x2: 36,00 €
Wandern in der Saline
Seit 2021 ist es auch möglich, mit der Familie durch die Saline zu wandern.
Natürlich nur auf ausgezeichneten Wegen. Das ist sicher ein wunderbarer und
einzigartiger Ausflug.
(Quelle und Tickets: Camargue.tickeasy.com)
Photo by: Viola Einert-Krug
Photo by: Viola Einert-Krug
Photo by: Viola Einert-Krug
Photo by: Viola Einert-Krug
Photo by: Viola Einert-Krug
Photo by: Viola Einert-Krug
Fakten:
- Parkplätze sind von Oktober bis April
kostenfrei.
- öffentliche Toiletten - silberne
Häuschen, die sich selbst reinigen,
sind ebenfalls kostenfrei
- der Eintritt zu allen Stränden ist
kostenfrei
- es wird großen Wert auf Sauberkeit
gelegt und keiner wirft da einfach so
etwas weg - dazu gibt es überall
Mülleimer!
- in den Restaurants wartet man am
Eingang, bis man platziert wird -
überall in Frankreich!
- Die Polizei und Ordnungskräfte sind
überall präsent aber keine Sorge, sie
sind sehr freundlich und nett,
erwarten aber unbedingt Respekt.
- Unbedingt solltet Ihr Euch auch an
die Geschwindigkeiten im und
außerhalb des Ortes halten und
sonstige Regeln beachten, es wird
sonst sehr, sehr teuer.
- Ein tolles Phänomen: wenn ihr an der
Straße steht, gehen die Autofahrer
davon aus, dass Ihr rüber wollt und
halten an. Immer!
Die Fußgänger werden sehr zuvorkommend behandelt.
Tut es den Einheimischen gleich!
- Camping ist sehr beliebt. Camper und
Reisende im Wohnmobil sind daher
herzlich Willkommen.
- Gerade um den Strand von
L´Espiguette gibt es viele tolle
Campingplätze.
Hier kann man sich auch Häuschen
oder Wohnmobile mieten.
- In diesem Gebiet gibt es auch
Manaden, die auf einen Ausflug zu
Pferde einladen.
(über die Felder oder am Strand
entlang. Verschiedene Zeiten auf
schönen und lieben Pferden werden
angeboten.)
- Ausflüge mit dem Schiff - mit und
ohne Malzeiten - Segeltörns kann
man direkt an der Promenade buchen.
- Boote ausleihen - mit und ohne
Führerschein - sehr gern im Hafen
- Angelausflüge - auch Hochseeangeln
im Port Camargue direkt auf dem
Schiff buchbar.
- Weitere und diese buchbaren
Vergnügungen sowie Beratung gibt
es natürlich in der Tourist-
Information (www.letsgrau.com
www.portcamargue.com.)
Wermutstropfen
1 Die Mücken - Die Luftfeuchtigkeit ist
hier sehr hoch und es gibt viel Wasser.
Es gibt Zeiten, da ist es ganz schlimm
und die Mücken haben großen Durst.
Wir haben das tatsächlich noch nicht
so extrem erlebt.
Außer Mückenschutz, unbedingt auch
Sonnenschutz auftragen.
Dringend empfohlen ist auch eine
Sonnenbrille, die Sonne ist hier
sehr intensiv.
2 Wir können beobachten,
dass der Wasserstand in den Salzseen
an manchen Stellen immer weiter
sinkt.
Es gibt zwar weniger Mücken,
aber der Lebensraum der Flamingos
und Seevögel und die ganze Natur
hier ist in Gefahr!
Eine Folge des Klimawandels...?
3 ...dass unser schöner Urlaub immer
so schnell vorbei ist, zähle ich
zu meinem ganz persönlichen
großen, dicken Wermutstropfen!
Der Ort Le Grau du Roi ist nicht groß.
Alles dreht sich um das Wasser, das Meer, die Fischerei, den Wein, das Salz und natürlich die Tiere.
Um die Stadt zu besuchen, kannst Du Dein Auto auf einem der
Parkplätze abstellen und laufen.
Alles ist gut zu erreichen und so entdeckst Du unterwegs
viele interessante Dinge.
Lass die Seele Baumeln, trinke an
der Promenade einen Café
oder ein Glas Wein,
genieße Deine Zeit hier und das Leben.
Mit diesen Tipps und Eindrücken endet mein heutiger Beitrag.
Ich hoffe so, dass er Euch gefällt.
Er liegt mir sehr am Herzen.
Teilt mir gern Eure Meinung mit.
Möchtet Ihr nicht auch diese Wunder
der Natur entdecken?
Versprochen, es folgen noch viele
interessante Beiträge und tolle Fotos
zu dieser Region.
Seid gespannt!
Liebe Grüße - herzlichst Eure Viola
Badeschuh und Du - Reiseblog
Urlaub - Reisen - Strand...und
auch mein Zuhause Sachsen
Die Gestaltung der Website und der Beiträge sind ein Herzensprojekt für mich. Mein Name ist Viola und ich begrüße Euch herzlich auf meinem Blog.
Begleitet uns auf unseren Reisen.
Europa und die Heimat Sachsen
sind die Themen. Mit Tipps und Rezepten
zur Region, mit Vorschlägen für Ausflüge und Sehenswertem wollen wir Euch unsere Welt zeigen.
Wir lieben das Meer. So entstand der Name des Blogs. ... und ich sage Euch
- ohne meine Badeschuhe bin ich dort nicht unterwegs.
Nicht nur die Natur, hat es uns angetan, sondern auch Städte und Kultur,
Märkte und Lifestyle. Von dort bringe ich Euch Rezepte mit, die Ihr gern nachkochen könnt und die Euch die Regionen noch näher bringen sollen.
Ich berichte von verschiedenen Erlebnissen und Anlässen. Stelle Euch Menschen vor, zeigen wie sie leben und was Ihr Leben beeinflusst und prägt. Erzähle Ihre Geschichten und auch von Traditionen, von der Geschichte der Gegend. Es wird spannend.
Text und Bilder sind meine Werke.
Die Liebe zum Schreiben und Fotografieren, zum Recherchieren und Euch Nahe bringen führt dazu, dass ich viel Zeit aufwende, aber das sehr gern.
Auf Reisen bin ich einfach immer nur gespannt, was es zu erleben und entdecken gibt und halte es fest. Auch für Euch! Mancher sagt vielleicht, viel zu stressig, mag sein, aber es ist
meine Passion.
Als Würze gibt es kleine Geschichten, erlebt und aufgeschrieben. Hab ich Euer Interesse geweckt, stöbert gern auf der Website oder im Blog.
Findet Ihr meine Beiträge richtig gut, wollt Ihr mich gern unterstützen?
Dann bedanke ich mich sehr, denn die Kosten für die Reisen und notwendigen Aufwendungen wie zum Beispiel das Equipment, die Website und Auslagen werden ausschließlich von mir selbst finanziert.
Über jeden kleinen Beitrag
(bei jetzt kaufen)
freue ich mich riesig.
Badeschuh und Du - Reiseblog von Viola Einert-Krug, 09123 Chemnitz, Berbisdorfer Kirchweg 1 Datenschutz Impressum